Samstag, 29. Juli 2017

Man erkläre mir doch bitte einmal den Unterschied zwischen den antikapitalistischen Neonazis der AKK und der linksradikalen IL

"Wir vergessen nicht, warum wir nach Hamburg kamen: Weil der Kapitalismus uns in seiner Hoffnungslosigkeit zu erschlagen versucht."  (Emily Laquer, Interventionistische Linke IL, im neues deutschland)

"Wir haben im Wahnsinn der Welt das richtige getan."  (Emily Laquer, IL)


Es ist dieses Sendungsbewusstsein dieser Leute, das mir Angst macht. Sie wollen die Welt vom "Wahnsinn" und der "Hoffnungslosigkeit" des Kapitalismus befreien und reden dabei wie religiös Entrückte, die überzeugt davon sind "das Richtige" zu tun. Wie viel Leid und Zerstörung hat dieses Sendungsbewusstsein alleine im 20. Jahrhundert über die Welt gebracht? Welche massenmordenden Despoten war nicht felsenfest überzeugt davon, "das Richtige" zu tun?

Aber die Interventionistische Linke IL ist nicht die einzige Gruppierung, die den Kapitalismus "überwinden" will und ihn für so ziemlich alles Leid auf der Welt verantwortlich macht. Auch die Neonazis des Antikapitalistischen Kollektivs AKK haben zum Ziel, dem "globalisierten Kapitalismus entgegen zu treten". Die globalen Befreiungskämpfe müssen vernetzt werden, schreiben sie. Als Auswüchse und Folgen des Kapitalismus zählt das AKK auf ihrer Homepage auf:  Armut und Ausbeutung, Flucht und Vertreibung, Krieg und Imperialismus, Chauvinismus und Klassendenken, Profitmaximierung auf Kosten von Lebewesen und deren Umwelt.
Die linksradikale IL und das rechtsextreme AKK fordern also nichts Geringeres als die antikapitalistische Weltrevolution. Wie zwei Seiten der selben Medaille.

AKK: "Das kapitalistische System überwinden"


Während die extrem Rechten unverhohlen das globale "Finanzjudentum" anprangern, verurteilen die extrem Linken bei jeder sich bietenden Gelegenheit die durch die "Finanzeliten" entstandene ungerechte Vermögensverteilung. Die Linken sagen nicht "Finanzjudentum" oder "jüdische Hochfinanz" oder "Wallstreet-Judentum", das wäre zu verräterisch, sie sagen lieber "Rothschild" oder "Finanzeliten". Beide - die Neonazis des AKK und die Linksradikalen der IL - rechnen uns empört vor, wieviel Vermögen einige wenige Superreiche der "Eliten" besitzen.  Die IL und die AKK hatten zum Protest gegen den G20-Gipfel aufgerufen. Nachdem die Linksautonomen zuerst versuchte hatten, die Schuld an den Randalen den Neonazis in die Schuhe zu schieben, merkten sie, dass dies ein Eigentor für sie werden könnte. Nun wehren sich die Linken vehement gegen eine Beteiligung des AKK am Plündern und Brandschatzen. Die linksautonomen Gruppierungen und deren Unterstützer versuchten dann, die Schuld agent provocateurs der Polizei oder des VS in die Schuhe zu schieben. Wohin die neuste Entwicklung geht: Die Gewalt auf linker Seite wird heroisiert, dem Kapitalismus zugeordnet und in Kauf genommen, weil man ja nur zurückschlage... 

"Logik quer ist Logik Laquer - Zum Zwilleschießen auf Polizisten, Molotowcocktailschmeißen, Schaufensterzertrümmern, Autoabfackeln und zu brennenden Barrikaden in der Schanze fällt Frau Laquer von der Internventionistischen Linken folgende Kommentierung ein:
"Diese Widersprüchlichkeit ist in der Welt und in uns. Sie verbietet die Distanzierung, weil man sie damit leugnen würde."
Das hießt also: Gewalt ist nun mal in der Welt (naürlich nur in der kapitalistischen?)und damit in uns. Und deswegen darf man sich von ihr nicht distanzieren, weil man sie dann ja leugnen würde. Was für'n argumentativer Schwachsinn, dazu noch von jemandem, der sich für links hält."
(Kommentar von "Karschek" zum Artikel von Emily Laquer in neues deutschland)

Klar in solchen Kreisen ist, dass die "Bullen" angefangen haben. Böller, Zwillen mit Stahlkugeln und Molotow-Cocktails wurden von den "Aktivisten" ja nur rein zufällig mitgeführt. Dass in Hamburg Molotow-Cocktails geworfen wurden, wird von Linken heftig bestritten. Blöd nur, wenn Filmaufnahmen zeigen, wie Vermummte Molotow-Cocktails gegen eine IKEA-Filiale werfen. Der davorstehende Baum geht sofort in Flammen auf.
Wenn dann Relativierer der antisemitischen, antikapitalistischen RAF und der Linksautonomen glauben, über Polizeigewalt sprechen zu können, muss man sich immer die Worte der RAF-Terroristin Ulrike Meinhof vor Augen halten:
„...und wir sagen natürlich, die Bullen sind Schweine. Wir sagen, der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch, und so haben wir uns mit ihm auseinanderzusetzen. Das heißt, wir haben nicht mit ihm zu reden und es ist falsch, überhaupt mit diesen Leuten zu reden, und natürlich kann geschossen werden.“

Muss man gesehen haben, wie Otto Schily (SPD) bei Dunja Hayali die Linksradikale der IL zerpflückt:


 „Die sozialistischen Modelle haben wir doch schon alle kennengelernt. Was waren das für
Unterdrückungssysteme? Die schlimmsten auf der Welt.“  (Otto Schily)
Bei Dunja Hayli (ZDF), 5. Juli 2017


Kommentare:

  1. "Fehlende Pflastersteine habe ich nicht entdeckt..." (Oliver Buschek, br2)
    http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/zuendfunk-magazin-26072017-gruppentherapie-g20-die-nachwehen-des-gipfels-100.html

    Tja...

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  2. "Kurz vor dem G-20-Gipfel darf eine Linksextremistin bei Dunja Hayali minutenlang groteske Floskeln verbreiten. Die Gastgeberin will sie damit davonkommen lassen, doch Ex-Innenminister Otto Schily hält dagegen.
    Stellen Sie sich vor, Dunja Hayali würde die Sprecherin einer rechtsextremistischen, zum Glück absolut bedeutungslosen Splittergruppe, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, in ihre sommerliche Talkshow einladen und diese Person fragen, wie sie zur Gewalt gegen Flüchtlinge stehe.
    Der Gast nutzt die Chance, vor Millionenpublikum minutenlang seine antidemokratische Ideologie und an den Haaren herbeigezogene Formeln zur Rechtfertigung von Brandanschlägen auf Asylbewerberheime auszubreiten. Eine Absage an Gewalt bleibt aus. Was würde am Tag danach passieren? Deutschland stünde Kopf. Völlig zu Recht. Denn nichts rechtfertigt, Flüchtlingsunterkünfte abzufackeln. Hayali müsste sich Beschimpfungen anhören, eine rechtsextremistische Spinnerin eingeladen zu haben.
    Am Mittwochabend war Emily Laquer zu Gast in Hayalis Talkshow. Laquer ist die Sprecherin der Interventionistischen Linken, einer linksextremistischen, zum Glück absolut bedeutungslosen Splittergruppe, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Die ZDF-Moderatorin wollte wissen, wie die 30-jährige Studentin dazu stehe, Polizisten mit Steinen zu bewerfen. Laquer verzichtete trotz mehrfacher Nachfragen auf eine Absage an Gewalt und rechtfertigte sie mit grotesken Floskeln fernab jeder Vernunft, Menschlichkeit und Realität. Nichts rechtfertigt, Polizisten Gewalt anzutun.
    Zum Glück hatte Laquer mit dem ehemaligen Bundesinnenminister Otto Schily einen Kontrahenten, der den Ausführungen der Linksextremistin widersprach, wann immer er es für richtig hielt. Notfalls überging der SPD-Dino dabei auch Hayali."

    https://www.welt.de/vermischtes/article166301127/Schily-laeuft-gegen-altkluge-Linksextremistin-zur-Hoechstform-auf.html

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    1. "Blieb die Frage zu klären, was Laquer eigentlich für eine Welt vorschwebt. „Wir wollen Demokratie ohne Kapitalismus.“ An der Stelle konnte Schily seine tiefe Abneigung vor dem abstrusen Gerede seiner Kontrahentin nicht mehr verbergen. „Die sozialistischen Modelle haben wir doch schon alle kennengelernt. Was waren das für Unterdrückungssysteme? Die schlimmsten auf der Welt.“ Auch das ignorierte die Linksextremistin. Sie sagte: „Ich hab noch ein paar Jahre auf dieser Welt zu leben und deshalb kämpfe ich für sie.“ Schily: „Ich habe auch noch ein paar Jahre. Nicht mehr so viel wie Sie, aber …“ Er verstummte, das Publikum lachte und klatschte. Hayali leitete zum nächsten Thema über. „Müssen wir unsere Gefängnisse abschaffen?“ Solange es Extremisten gibt, besser nicht."
      https://www.welt.de/vermischtes/article166301127/Schily-laeuft-gegen-altkluge-Linksextremistin-zur-Hoechstform-auf.html

      Noch Fragen zur IL...?
      (Schily war übrigens einmal Anwalt der RAF. Von der 68-er hält er nicht mehr so viel)

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    2. Kommentator: "Respekt vor Otto Schily, der es auf seine älteren Tage noch auf sich nimmt in dieser Sendung zumindest einen Ansatz von gesundem Menschenverstand gegen linksautonome Sprechblasen zu vertreten."

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  3. Noch einmal zum Mitschreiben Otty Schilys Sätze:
    „Die sozialistischen Modelle haben wir doch schon alle kennengelernt. Was waren das für Unterdrückungssysteme? Die schlimmsten auf der Welt.“

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  4. Wirklich noch schlimmer als das dritte Reich?

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    1. Ich nehme an, dass Otto Schily das national-sozialistische 3. Reich-Modell dazu zählt...

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  5. "Die Leute hatten sowohl Angst vor der RAF als auch vor der Polizei. Damit war ein Ziel der Terroristen erreicht. Sie wollten das Bild eines Polizeistaats provozieren. Man ist ihnen auf den Leim gegangen." (Klaus Pflieger)
    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/40-jahre-deutscher-herbst-damals-hat-unser-staat-gewackelt/20120842.html

    Wollten auch die G20-Randalierer das Bild eines Polizeistaates provozieren...?

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  6. "Linke und Rechte als politisches Gegensatzpaar? Datenauswertungen zeigen erstaunliche Gemeinsamkeiten bei den Unterstützern der Linkspartei und der AfD."
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-07/afd-linke-rechts-links-waehler-gemeinsamkeiten

    Tja, wer hätte das gedacht...

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  7. "Doch „Sozialismus“ kann niemals „demokratisch“ sein. [...] Auch Hitlers Anhänger waren überzeugt vom „Sozialismus“. Das zeigen allerneueste Forschungen..." (welt.de, 31.7.2017)
    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article167186645/Linke-Ueberheblichkeit.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter

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