Dienstag, 6. Dezember 2016

Ken Jebsen hat sich entschuldigt oder Familientreffen der Israelfreunde

"Er hat die Kritik angenommen, sich entschuldigt (u.a. in einem Video mit dem Titel "Ken Jebsen zum Antisemitismusvorwurf", und hat das Video gelöscht. Er sei wütend gewesen, weil seine Karriere gerade durch einen konstruierten Antisemitismusvorwurf zerstört worden sei, erklärte er seine Entgleisung. Er habe provozieren wollen, weil alle sich weggeduckt hätten um nicht mit ihm assoziiert zu werden und selbst etwas abzukriegen.  Es sagte,  er würde so etwas nicht wieder sagen."  (Norbert Häring über Ken Jebsen, im Nachtrag)
 
 
Am 2. Dezember 2016 hatte Norbert Häring eine wohlwollende Buchbesprechung zum Buch "Der Fall Ken Jebsen" veröffentlicht. Nachdem ich Norbert Häring via Twitter gefragt hatte, ob er sich denn Ken Jebsens "Zionistischer Rassismus" nicht angehört habe, sah sich Norbert Häring zu einem längeren Nachtrag genötigt. Ken Jebsen habe sich in einem Interview mit Pedram Shahyar entschuldigt, er sei halt wütend gewesen und habe provozieren wollen.
 
 
Einige Daten:
 
2012:  Ken Jebsen veröffentlicht sein Video "Zionistischer Rassismus". Dauer: ca. 57 Minuten (Vorsicht: Nur für starke Nerven)
 
ca. Dezember 2013:  Ken Jebsen bei Jürgen Elsässers COMPACTLive: "Deutschland als besetztes Land - Snowden, NSA und Merkel"


Ken Jebsen bei COMPACTLive

ca. April 2014:  Ken Jebsen bei Jürgen Elsässers COMPACTLive: "Die Lügen-Mechanik - Wie wir von den Medien manipuliert werden"
 
ca. Mai 2014:  Ken Jebsen im Interview mit Pedram Shahyar zum Antisemitismusvorwurf. Ken Jebsen, der gemäss eigenen Aussagen eine Schauspielausbildung absolviert hat, entschuldigt sich für sekundären Antisemitismus. Pedram Shahyar betont, "sachlich" stimme er mit den Aussagen von Ken Jebsen über Israel (im Video "Zionistischer Rassimsus") überein.
 
28. September 2014:  Die KenFM-Autorin Evelyn Hecht-Galinski erhält den Kölner Karlspreis 2015. Ken Jebsen hält die Laudatio. Werner Rügemer hält an dieser Preisverleihung einen Vortrag, in welchem er die Existenzberechtigung von Israel thematisiert:
"So bedeutet die Anerkennung des Existenzrechts Israels die Anerkennung eines zusätzlich gefährlichen Vasallenstaates, der als Kettenhund der westlichen Mächte noch eigene und unkontrollierbare Strategien verfolgt." (Werner Rügemer, aus KenFM am Set)
Ken Jebsen greift nicht ein. Ken Jebsen protestiert nicht.

 

2. Oktober 2014:  Ken Jebsen fordert von HaGalil eine Gegendarstelltung: "Meine Zusammenarbeit mit dem RBB wurde nicht wegen antisemitischer Ausfälle oder Äusserungen beendet."

ca. November 2014:  Ken Jebsen geht rechtlich gegen die Band "Antilopen Gang" vor. Die Band hatte im Song "Beate Zschäpe hört U2" geschrieben:
 
"Jeder kennt einen der von Verschwörung schwadroniert
Und er weiß, wer die Medien und die Börsen kontrolliert,
Dem es leicht fällt, die Welt in Gut und Böse zu sortieren,
Und er kennt auch immer eine simple Lösung des Problems:
Zu Verschwörungstheorien gehören Vernichtungsfantasien.
Sie können sagen was sie wollen, sie sind schlicht Antisemiten,
All die Pseudo-Gesellschaftskritiker
Die Elsässer, die KenFM-Weltverbesserer:
Nichts als Hetzer in deutscher Tradition
Die den Holocaust nicht leugnen, sie deuten ihn um."
 
16. Dezember 2014:  Die Linksfraktion beschliesst, fortan keine von Ken Jebsen und Lars Mährholz organisierten „Friedenswinter“-Veranstaltungen finanziell zu unterstützen: Das Bündnis werde inzwischen von „Weltverschwörern, Montagsdemonstranten und Reichsbürgern“ dominiert. (Quelle: Wikipedia)

Januar 2015:  Die junge Welt erteilt Ken Jebsen Hausverbot für die Rosa-Luxemburg-Konferenz:
“Sehr geehrter Herr Jebsen, Ihre Anmeldung für die XX. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz ist hier eingegangen. Leider können wir sie aber nicht bestätigen.Nach internen Beratungen haben wir uns entschlossen, Ihnen für die Veranstaltung Hausverbot zu erteilen. Wir mißbilligen die Art und Weise, mit der Sie Veranstaltungen der Tageszeitung junge Welt nutzen, um Referenten, Autoren und andere Gäste des Verlages für Ihre Zwecke zu kontaktieren. Mit freundlichen Grüßen”
 
Februar 2015:  Ken Jebsen scheitert gegen die Antilopen Gang vor Gericht: Kein Songverbot
 
16. März 2015:  Ken Jebsen greift auf der Berliner Mahnwache Monty Schädel scharf an. Er sei ein „Querfrontler“ und „Feind“ sowie „gekauft von der NATO“. (Quelle: Wikipedia)

2. Mai 2015:  Werner Rügemer  hält auf Einladung von Albrecht Müller (NachDenkSeiten) eine Rede am Pleisweiler Gespräch 2015.

November 2015:  Ken Jebsen bezeichnet Albrecht Müller (NachDenkSeiten) im Video Me, Myself and Media #13  als "Partner", mit dem er zusammenarbeite und sagt wörtlich: "Wir sind also so eine Art Allianz."

2. November 2016:  In einem längeren Interview mit NachDenkSeiten- und Daniele Ganser-Mann Jens Wernicke bezeichnet Ken Jebsen Israel als rassistischen, dogmatischen und zionistischen Gottesstaat.
Aussedem behauptet Ken Jebsen alles Ernstes, dass immer mehr Juden Israel verlassen würden. Ken Jebsen wörtlich: "Immer mehr Juden verlassen diesen zionistischen Gottesstaat".
Zahlen für diese Behauptung liefert Ken Jebsen keine - der "kritische" NachDenkSeiten-Reporter Jens Wernicke hakt nicht nach.

November 2016:  Ken Jebsen interviewt Peter König. Peter König über die Zionisten:
"Man darf nicht vergessen, dass die Medien, die westlichen Medien, die wir ja zu konsumieren kriegen, die sind ähh neunzig Prozent äääh kontrolliert von sechs großen Mediengiganten und das sind alles anglosaxonische Zionistenorganisationen, die praktisch alles dasselbe sagen. [...] Ich würde sagen, oft sage ich das auch oder schreibe darüber, dass der Rothschild-Clan nichts anderes ist als eine Mafia. Und vielleicht sollte man da noch einfügen ich bin überzeugt -sie wissen das-, dass ähh, dass – im Prinzip diese Mafia, diese Zionistenmafia, die Amerika schon seit hundert oder mehr Jahren dominiert ist also, die Medien werden von Ihnen beherrscht…die arbeiten zusammen mit den Großbanken, mit der Pharmazeutik und mit der Kriegsindustrie"
Ken Jebsen greift nicht ein. Ken Jebsen protestiert nicht.



10. November 2016:  Das Oberlandesgericht Köln entscheidet: Die taz darf auch zukünftig schreiben: „Auch Ken Jebsen, nach antisemitischen Äußerungen beim Sender rbb rausgeflogen […]“.

2. Dezember 2016:  Norbert Häring veröffentlicht seine Buchbesprechung über "Der Fall Ken Jebsen" von Mathias Bröckers.

3. Dezember 2016:  Norbert Häring sieht sich wegen des KenFM-Videos "Rassistischer Zionismus" zu einem Nachtrag gezwungen.

http://www.hagalil.com/2014/09/hecht-galinski/
http://querfrontseiten.blogspot.ch/2015/11/free21-und-ihre-autoren.html

Kommentare:

  1. FB-Kommentator Thomas Völker: "Man darf daran erinnern, wie ekstatisch sich Ken FM Jebsen über die Wahl von Trump gefreut hat."
    https://www.facebook.com/NachDenkSeiten/posts/10154751300138627

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    1. Thomas Völker: "Lieber Albrecht Müller,
      ich schätze die Bandbreite der NDS sehr, teile Ihren Aufruf zum Hinterfragen des Sakrosankten und ich teile i.Ü. auch die Ansicht, dass der Querfrontvorwurf von interessierter Seite gern für Denk-, Kritik-und Redeverbote missbraucht wird.

      Aber was ich da am 10.11. von Herrn Jebsen an Jubel zu Trump hörte, hat mich derart schockiert, dass ich kaum glauben mochte, dass sich die NDS so tief herabließen, soetwas zu verbreiten. Da freut sich einer einen Ast, dass nicht die Cholera, sondern die Pest gewählt wurde, triumphiert über den Sieg eines Ultrarechten, und nicht nur der Pointe geschuldet, sondern aus vollem Herzen. Holla.

      Ihr schreibt ja stets, dass ihr kommentiert, wenn ihr es für nötig haltet. In diesem Fall hieltet ihr es aber eben nicht für nötig. Warum nicht? Wart ihr vielleicht der Meinung, dass dieses Highlight der Selbstentlarvung für sich selbst spricht? Oder hat die eigene Schadenfreude überwogen? Oder lag es an dem erst drei Tage zuvor veröffentlichten Bericht über Jebsen? Ja, er bringt interessante Interviews und Themen. Aber nach diesem Video fühle ich mich in meiner Skepsis der Person gegenüber bestärkt."

      https://www.facebook.com/NachDenkSeiten/posts/10154751300138627?comment_id=10154751450043627&reply_comment_id=10154752029523627&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R9%22%7D

      Sehr selten, dass Albrecht Müller auf FB einen Kommentar abgibt. Dies eine Antwort auf Müllers Kommentar.

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    2. Siehe auch: SF & NDS-Watch
      https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=704064039749669&id=399345493554860

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  2. FB-Kommentatorin Petra Ristow: "Marita Pies, Jebsen ist ein Menschenfänger. Wenn man ihm den kleinen Finger reicht, frisst er Dich mit Haut und Haaren. Er ist wahnwichtelnd-schwurbelnder Antisemit. Er zeigt seinem Gesprächspartner dank Schauspielausbildung genau immer die äusserliche Gesichtsausdrucksanteilnahme, die der andere benötigt. "Die belügen uns" ist seine Erfindung für die öffentlichen Kampagnen von Mahnwache bis Pegida."
    https://www.facebook.com/norberthaering.de/posts/1674429432848006?comment_id=1674431692847780&reply_comment_id=1674655719492044&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R%22%7D

    Tja, Ken Jebsen prahlte selbst mit seiner Schauspielausbildung...

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  3. Evelyn Hecht-Galinski heute bei KenFM: "Diese geheimen Protokolle brachten den endgültigen Beweis, dass Israel keinen Frieden will und niemals die illegal besetzten Gebiete an ihre Bewohner zurückgeben will, egal wie unterwürfig die Palästinenserbehörde ist. Nie wird es genug sein, weil der „Jüdische Staat“ alles will und auch wie wir immer mehr sehen, alles bekommt!"
    https://kenfm.de/das-kartell-des-schweigens-muss-durchbrochen-werden/

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