Sonntag, 15. Oktober 2017

Tumulte an Frankfurter Buchmesse - Linksextreme waren schon immer die nützlichen Idioten der Rechtsextremen


"Mit Rechten kann man diskutieren, muss ihre Meinungsfreiheit tolerieren. Bei Nazis und Faschisten helfen hingegen Gesetz und Schlagstock."  (Dr. Sebastian Bartoschek, linker Journalist)

Ich sehe es wie Sebastian Bartoschek. Dies gilt meines Erachtens aber auch für gewalttätige Linksextreme. Wer ein Nazi ist, hat zudem besser nicht ein Linksextremer zu bestimmen, denn die bezeichnen sogar Sozialdemokraten als Nazis. Alle, die nicht ihrer 'reinen Lehre' entsprechen, sind für Linksextreme gleich Nazis. So kommt es, dass selbst in Diskussionen zwischen Stalinisten, Anarchisten und Trotzkisten schon nach wenigen Minuten die ersten Nazivorwürfe auftauchen. Ich beobachte das immer wieder. Linksextreme sind also eher ungeeignete Kandidaten, um zu bestimmen, wer ein Nazis sei und wer nicht.

Wenn ein linker Mob wie in Hamburg am G20-Gipfel plündernd und brandschatzend ganze Stadtteile verwüstet, rufen Linke laut, man dürfe nicht alle Linken in einen Topf werfen, "die Linken" gebe es nicht, man müsse schon genau differenzieren. Wenn hingegen Rechte Gewalt anwenden, heisst es von Linken gleich: "Das sind alles Nazis!" Genau so macht man sich als Linker unglaubwürdig und zum Steigbügelhalter von Neonazis.

Wäre es andersrum, würden Linke das halbstündige
Niederschreien wohl als "strukturelle Gewalt" bezeichnen...


Besonders schräg wird es dann, wenn sich sonst stets "ACAB"-rufende Linksaktivisten an der Buchmesse darüber beklagen, dass sie nicht sofort und an Ort und Stelle, sondern erst am nächsten Morgen auf dem Polizeiposten eine Anzeige wegen Tätlichkeiten machen können. Dass die Polizei auch noch Anderes, Dringenderes zu tun haben könnte, kommt den sich moralisch überhaben fühlenden Linksaktivisten nicht in den Sinn.


Ich bin gegen jeden Extremismus, egal ob von links oder rechts.


Wie viele linke Messestände sind eigentlich an der Frankfurter Buchmesse von einem rechten Mob beklaut und belagert worden...?


Nachtrag von 20:20 Uhr:
Hier noch ein sensationelles Beweisvideo. Es beweist klar und deutlich, wie Opfer Nico Wehnemann (Die Partei) von Neonazis grundlos, heimtückisch und brutal angegriffen und niedergeschlagen wird... ;)



Nachtrag vom 16. Oktober 2017:
"Bei der Berichterstattung macht unterdessen ein dpa-Bild die Runde, das einen kahlköpfigen Mann in schwarzem T-Shirt zeigt, der aggressiv mit dem Finger auf einen anderen zeigt. Der Mann, der auf den ersten Blick wirken könnte, wie ein rechter Aggressor, ist freilich ein Mitglied des antifaschistischen „Black Bembel Block“..."  (Meedia)

Die Glatze sieht aus wie ein Nazi,
ist aber ein Antifa-Linksextremer...

Samstag, 7. Oktober 2017

Mein Name war René Baumgartner...

"Ein weiterer Mitarbeiter, der die Rassismusvorwürfe bekräftigte, ist wegen eines Burn-outs krankgeschrieben. Die Angeschuldigten hingegen sitzen fest im Sattel: Das zuständige Sozialdepartement der grünen Regierungsrätin Susanne Hochuli hat sie von allen Vorwürfen reingewaschen. Es gebe «kein Rassismusproblem im Nachtdienst», wird nach einer internen Untersuchung festgehalten. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in einer Folienpräsentation zusammengefasst, die der WOZ vorliegt. Daraus geht hervor: Die Untersuchung wurde schludrig geführt, und die Verantwortlichen ergreifen klar Partei.
[...] René Baumgartner wurde bei der Präsentation der Untersuchung schlagartig bewusst: «Das zielt hier vor allem auf dich ab.» Die Präsentation ist vor allem eines: ein leicht genervter Aufruf zur Wiederherstellung der Ordnung. Was im Nachtdienst vor sich gehe, sei ein «Kindergarten», trug Stephan Campi, Generalsekretär des Sozialdepartements, den Nachtdienstmitarbeitern vor – und so steht es auch wörtlich in der Präsentation."  (WOZ, 6. Oktober 2016)


Am 22. September 2016 stand ich mitten in einer Sitzung auf, legte Schlüsselbund und Ausweis auf den Tisch und ging nach Hause. Ich hatte soeben fristlos gekündigt. Dann nahm ich mit der Presse Kontakt auf. Ich übergab in der Folge der Wochenzeitung WOZ die gesamte Powerpoint-Präsentation des Generalsekretärs des Departementes Susanne Hochuli (Grüne Aargau). Es war mitten im Wahlkampf um den frei gewordenen Regierungsratssitz. Ich vermute, dass dieser Wahlkampf bei der Art und Weise der Disziplinaruntersuchung eine Rolle gespielt hatte.
Am selben Tag, als der Artikel in der WOZ - es war die Titelstory - am 6. Oktober 2016 erschien, erhielt die Staatsanwaltschaft Aarau-Lenzburg meine Selbstanzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung. Zwei Tage später trudelte dann auch noch die Anzeige des Departementes Gesundheit und Soziales (DGS) bei der Staatsanwaltschaft ein.
Nach der Grünen Susanne Hochuli war Franziska Roth (SVP) als Regierungsrätin gewählt worden. Der Kandidat der Grünen war chancenlos. Im Juli 2017 nahm ich an Gesprächen mit Stephan Campi und der neuen Regierungsrätin Roth teil. Man wolle doch jetzt nach vorne schauen und nicht mehr zurück, sagte Frau Roth. Sie bot mir an, bei der Staatsanwaltschaft dafür zu sorgen, dass das laufende Strafverfahren des Offizialdelikts 'Amtsgeheimnisverletzung' auf Eis gelegt und dann eingestellt werde. Das gehe doch nicht, entgegnete ich. Doch, das gehe schon, mit der 'Desinteresse-Erklärung', erklärte die ehemalige Gerichtspräsidentin. Der Kanton Aargau als Geschädigter könne eine 'Desinteresse-Erklärung' machen. Obwohl ich sechs Jahre Kantonspolizist war, hatte ich noch nie davon gehört. Ich lehnte aber dankend ab. Solange der Fall mit den nicht befragten Mitarbeitern nicht aufgearbeitet sei, sei ich nicht bereit dazu, die Angelegenheit ad acta zu legen. Wenige Wochen später, anfangs September 2017, erhielt ich dann den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft mit einer saftigen Busse und zwei Jahren Bewährung. Ich bin jetzt also offiziell wegen Amtsgeheimnisverletzung vorbestraft. 
Ich werde weiterhin für eine Aufarbeitung des Falles kämpfen. Anlässlich des erwähnten Gespräches mit Stephan Campi und dem neuen Leiter des Sozialdienstes fragte ich, weshalb der zuerst reingewaschene "Euthanasie-Befürworter" im Frühling 2017 entlassen worden war. Man wollte mir dazu keine Angaben machen...

Ausgerechnet in der Affäre um Jonas Fricker (Nationalrat, Grüne) macht Susanne Hochuli wieder von sich reden:
"Die Parteispitze der Grünen distanzierte sich unverzüglich und unmissverständlich von Frickers Aussagen. Dies war zwingend. Nur so konnte sie verhindern, dass die Skandalisierung auf sie übergreift. Nicht nur unnötig, sondern geradezu hinterhältig allerdings war, dass grüne Politiker nicht nur Frickers Worte weit von sich wiesen, sondern sich auch wortgewaltig von seiner Person distanzierten. So sagte alt Nationalrat Jo Lang, die Grünen wollten «kein Mitglied, das solch schlimmste Vergleiche macht und sie dann nicht einmal richtig klarstellt». Darum sei die letzte Konsequenz ein Parteiausschluss. Ebenfalls auf den Mann zielte die frühere Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli, die eine Verbindung zur rechtspopulistischen deutschen Partei AfD herstellte."  (Aargauer Zeitung, 6. Oktober 2017)



Übrigens:  Nächste Woche ist der Start meiner neuen Ausbildung als Pflegehelfer.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Gebogen bis es passt.../Nachtrag


"Spanien entpuppt sich in diesen Tagen als ein zutiefst nationalistisch und autoritär geprägter Staat. Und genau das erklärt auch, warum so viele antinationalistische Linke in Katalonien eine Demokratisierung nur noch ausserhalb Spaniens für möglich halten."  (Raul Zelik, WOZ, 5.10.2017)


Das ist ein echtes Kunststückchen, wirklich: Nationalismus mit Antinationalismus zu begründen. Wäre ich nie draufgekommen. Ich staune immer wieder, wie gewisse Linke einem ein X für ein U vormachen wollen, oder das selbe Ereignis (in anderen Fällen) einmal als himmlisch gut und ein anderes Mal als diabolisch schlecht darstellen. Je nachdem.
Wer, wie ich, viel mit Linken diskutiert, staunt immer wieder über die Argumentationskünste gewisser Linker, deren Kunstgriffe, Verdrehungen, Halbwahrheiten bis hin zu substanzlosen Behauptungen. Schopenhauer hätte noch viel lernen können.

Selbstverständlich will ich auf keinen Fall verallgemeinern. Und zudem: "Die Linken", die gibt es gar nicht. Man muss schliesslich differenzieren. Es gibt auch keinen Linksextremismus. Extremismus gibt es, wenn überhaupt, nur bei Rechtsextremen...





Nachtrag vom 6. Oktober 2017

In der aktuellen WOZ steht nicht nur der von mir aufs Korn genommene Artikel von Raul Zelik, sondern auch einer von Sarah Schmalz über Jonas Frickers Holocaustvergleich. Der Artikel von Sarah Schmalz ist meines Erachtens einer der besten, den ich zur Affäre Fricker bisher gelesen habe (6 Franken, die sich lohnen)!


Mittwoch, 4. Oktober 2017

"Der getarnte Judenhass der Grünen" (David Klein)

"Sie kennen die Bilder, ja sogar die Dokumentarfilme aus Europa, die die unsägliche Massentierhaltung belegen - Transporte in den sicheren Tod"
"Als ich das letzte mal so eine Dokumentation von Transporten von Schweinen gesehen habe, sind mir unweigerlich die Bilder der Massendeportation nach Auschwitz aus dem Film "Schindlers Liste" hochgekommen."
"Die Menschen, die dort deportiert wurden, hatten eine kleine Chance, zu überleben. Die Schweine, die fahren in den sicheren Tod."  (Nationalrat Jonas Fricker, Grüne Aargau, 28.9.2017)

Seit diesen unsäglichen Sätzen ist noch keine Woche vergangen. Inzwischen ist Jonas Fricker, der sich auch schon als "präziser Schnelldenker" bezeichnet hatte, zurückgetreten. Nicht ganz freiwillig, denn grüne Parteikollegen hatten ihm den Rücktritt nahegelegt. Fricker war anscheinend für die Partei untragbar geworden, war es doch nach "Hamas-Geri" nicht der erste Skandal für die 'Grünen Aargau' innert wenigen Jahren.


Daniel Hölzle, Präsident Grüne Aargau

Seit rund zwei Tagen schiessen sich der Der Bund, Tages Anzeiger und die NZZ auf das Boulevardblatt Blick ein - sie werfen ihm Kampagnenjournalismus vor. Ich finde es widerlich, wie Jonas Fricker von gewissen Medien immer mehr zum Opfer stilisiert wird, nur um dem Blick eins auszuwischen. Denn dem studierten Jonas Fricker war der Holocaust-Vergleich nicht einfach nur herausgerutscht: Er hatte die Zeilen ab einem vorbereiteten Blatt abgelesen!

Jonas Fricker erhält Rückendeckung von der "prominenten"
TV-Moderatorin (Schweiz5) und Tierschützerin Nancy Holten

"Tierschützerin Nancy Holten will mit den Grünen Aargau die Politik aufmischen. Sie strebt auch ein politisches Amt an", schrieb  20Minuten  am 18. August 2017.  "Der Aargauer Grünen-Nationalrat Jonas Fricker sagt, es sei schön, dass sich Holten engagiere. Die Aufnahme der polarisierenden Tierschützerin sei für die Partei kein Risiko. «Die Grünen sind eine Partei der Vielfalt. Sie passt zu uns.»"

Ob sich der "Schnelldenker" ein weiteres Mal verschätzt hatte...?


Leseempfehlung:  "Der getarnte Judenhass der Grünen"

Donnerstag, 28. September 2017

Emily Laquer (IL) will die AfD jagen...


"Die Linksradikalen waren schon immer die nützlichen Idioten der Rechten."  (Frank Lübberding, linker Journalist)

Emily Laquer darf nach den G20-Krawallen wieder einmal ein Interview geben. Sie scheint die mediale Aufmerksamkeit sichtlich zu geniessen. Sie, die linksextreme Splittergruppe 'Interventionistische Linke' wolle die AfD jagen, erklärt Emily Laquer. 
Es sind genau die selben Linksaussen, die bei Gauland laut aufgeschrien hatten, als er in der Rolle der AfD als Opposition von "Merkel jagen" gesprochen hatte. Genau diese Linksaussen schweigen nun, wenn Emily Laquer und ihre Splittergruppe Menschen jagen will.
Ich mag Neo-Nazis in der AfD auch nicht, aber mit solchen Sprüchen spielt man nur Rechten in die Hände.

Übrigens: Ebenso wenig wie Neo-Nazis in der AfD mag ich Neo-Stalinisten in der Linkspartei oder ausserhalb.

Mittwoch, 20. September 2017

"Es gibt sozialistische Systeme die funktionieren, wenn..."

"Es gibt sozialistische Systeme die funktionieren, wenn der Mensch nicht nur egoistisch an sich selbst denkt. Kapitalismus ist mörderisch." (Maureen Schwalke, Fraktionsmitglied 'Die Linke')

Ich misstraue Systemen, in denen ein 'neuer Mensch' gefordert wird. So träumte Trotzki vom Sowjetmenschen:   "Der Mensch wird unvergleichlich stärker, klüger, feiner werden [...] der menschliche Durchschnitt wird sich bis zum Niveau eines Aristoteles, Goethe, Marx erheben". Wenn erst die 'Ausbeuterordnung' des Kapitalismus überwunden sei, werde in einer sozialistischen Gesellschaft ein 'neuer Mensch' aufwachsen, frei von Lüge, Betrug, Grausamkeit, Diebstahl, Faulheit, Trunksucht, glaubte man.
Nietzsche - eine Art Vordenker der Nazi-Ideologie - preis seinen Übermenschen in ähnlicher Manier:   "In ihr soll eine stärkere Art, ein höherer Typus ans Licht treten, der andere Entstehungs- und andere Erhaltungs­bedingungen hat als der Durchschnitts-Mensch. Mein Begriff, mein Gleichnis für diesen Typus ist, wie man weiß, das Wort 'Übermensch'."
Wohin das Schreckens-Regime des Sowjetmenschen und jenes des Übermenschen der Nazi-"Herrenrasse" geführt haben, ist bekannt. Schlimm, dass noch heute der Ruf nach einem besseren Menschen laut wird. Egoismus oder Neid oder gehört nun einmal zum Menschsein. Es können nicht alle Gandhis oder Mutter Teresas sein. Und für egoistische Auswüchse braucht es demokratisch zustande gekommene Gesetze.




Es ist ja nicht so, dass ein sozialistisches System nicht funktionieren würde. Aber eben nur in einem absolut totalitären, unmenschlichen, unfreien System mit Mauern, Wachtürmen oder Selbstschussanlagen.

Sonntag, 17. September 2017

Weshalb sich viele Linke aus Europa mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK solidarisieren

"Der Realsozialismus war der größte Fehler meines Lebens, Marx und Hegel hatten unrecht, Bakunin und Kropotkin hatten hingegen vollkommen recht."  (Abdullah Öcalan, Führer der PKK)


Weshalb sich viele Linke aus Europa mit den Kurden und der kurdischen Terrororganisation PKK, die selbst vor internen Hinrichtungen wegen Kritik an Öcalan nicht zurückschreckte, solidarisieren? Weil sie wie auf einer Wolke aus Revolutionsromantik schweben und ihre sozialistisch-utopischen Wünsche und Sehnsüchte auf die PZZ projizieren, welche jedoch rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben:
"Der kurdische Kampf entstand aus Angst, Demütigungen und Alternativlosigkeit kombiniert mit einem charismatischen Anführer, nicht aus Ideologie.
Dass viele europäische Linke davon nichts wissen wollen, verfälscht ihr Bild massiv. So kommt es, dass man sich in einer WG-Küche in Barcelona mit einer Aktivistin über die PKK unterhält, in ihrem Zimmer liegen zwei Broschüren, eine über die Frauenbewegung der PKK und eines über den PKK-Gründer Abdullah Öcalan. Sie freut sich über den kurdischen Feminismus und über die feste Frauenquote von 40 Prozent in der prokurdischen Partei HDP und der PKK-nahen PYD (Partei der demokratischen Union) in Syrien. Die Anmerkung, dass auf den vielen Frauenkongressen und den Frauendemos jedoch in erster Linie Öcalan, ein Mann, gefeiert wird und sich der Inhalt auf massentaugliche Slogans wie "Frau, Leben, Freiheit" reduziert, stört sie dann aber. Auf konkrete Beispiele von Sexismus in PKK-nahen Kreisen antwortete sie knapp: "Das sehe ich anders." In der Region war sie noch nie. Aber sie hat die Broschüren mit den Bildern von hübschen jungen Frauen, die vor Glück strahlen, in den Bergen Kandils mit der Kalaschnikow exerzieren zu dürfen."  (Die linke Kurdenfolklore, Die Zeit, 2015) 

Für seine Anhänger soll Abdullah Öcalan nicht allein als Parteiführer, sondern darüber hinaus auch als Philosoph und Prophet gelten. Parallelen zum Personenkult um Stalin drängen sich auf. Der Märtyrerkult der PKK um ihre im Kampf gefallenen Mitglieder nimmt ebenfalls fast religiösen Charakter an. Auch als Märtyrerin verehrt wird Andrea Wolf. Sie war eine Linksextremistin aus dem Umfeld der RAF und gehörte der verbotenen Volksbefreiungsarmee Kurdistan ARGK an.
Die PKK verstand sich lange Zeit als marxistisch-leninistisch orientierte Organisation zur Befreiung Kurdistans. Klar, dass diese Ziele viele Linksextreme in Deutschland und in ganz Europa beeindruckte. Noch heute treten in Deutschland beispielsweise Andrej Hunko und Diether Dehm (Die Linke, Wagenknecht-Flügel) bei kurdischen Veranstaltungen als Redner auf.  In seinem 2005 auch auf deutsch erschienenen Buch "Plädoyer für den freien Menschen" wandte sich Abdullah Öcalan jedoch vom Sozialismus marxistisch-leninistischer Prägung ab und pries den kommunistischen Anarchismus gemäss Bakunin und Kropotkin.

Screenshot via Sebastian Weiermann, Journalist


Gestern fand in Köln eine grosses, weitgehend friedliches, kurdisches Kulturfestival mit rund 14'000 Teilnehmern statt, an dem auch Andrej Hunko (Die Linke) sprach. Er übte Kritik an den polizeilichen Auflagen und dem Verbot von YPG Symbolen in Deutschland. Eigentlich sind Fahnen mit Öcalan-Konterfeis verboten. Es gibt aber ein Schlupfloch, das rege benützt wird: Das Verbot gilt nur auf gelben oder gelb-grünem Hintergrund. Deshalb waren gestern viele Fahnen mit dem Konterfei des PKK-Führers Öcalan auf mehrheitlich weissem Hintergrund zu sehen. Verständlich, dass dies viele Türken in Deutschland erzürnte. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu liess deshalb sogar den deutschen Botschafter Martin Erdmann einbestellen.

Diether Dehm (Die Linke) lobt die PKK


Eine Publikation des Bundesamtes für Verfassungsschutzes belegt, dass die PKK eine "Doppelstrategie" verfolgt: 
"Dem militant-aggressiven Auftreten im türkisch-irakischen bzw. türkisch-syrischen Grenzgebiet steht der Versuch gegenüber, ein friedliches Image im Westen anzustreben. Dies sei deshalb wichtig, um (vor allem Europa) als „sicheren Hafen“ für Ruhe- und Rückzugsgebiete zu bewahren. Dennoch gäbe es eine latente Gewaltbereitschaft der PKK auch in Deutschland." (Wikipedia) 

Leseempfehlung:  "Als Kunst getarnte PKK-Propaganda im Mainzer Abgeordnetenhaus"